Salopp gesagt: Wir machen das, um zu zeigen, dass es geht. Wir wollen:

  • demonstrieren, dass sich Produkte aus ethisch sehr anspruchsvoller Nutztierhaltung auch vermarkten lassen. Und zwar profitabel, auch in unserem bestehenden Wirtschaftssystem mit den vorhandenen Vermarktungsstrukturen.
  • die Vermarktung und Haltungsformen weiterentwickeln. Daran forschen, wie sich das Tierwohl in der Nutztierhaltung weiter erhöhen lässt. Und wie sich eine noch professionellere Vermarktung dieser Tiere erreichen lässt.
  • Umwelt und Landwirtschaft wieder mehr in Einklang bringen.
  • Menschen einen Zugang zu Produkten aus diesen Haltungsformen ermöglichen. Weiterhin wollen wir „ehrliche“ Produkte anbieten, bei denen wir versuchen, die Qualität immer weiter zu erhöhen.

 

Wir sind nicht die Ersten, die Tiere aus ethisch anspruchsvollen Haltungsformen verkaufen.
Zwar ist die Konsequenz, mit der sich ernsthaft um das Tierwohl bemüht wird, bei den jeweiligen Haltern unterschiedlich stark ausgeprägt. Prinzipiell gehen aber die Bemühungen aller seriösen Halter in die gleiche Richtung. Das gemeinsame wirtschaftliche Problem der Halter ist, den wesentlich erhöhten Kostenaufwand über den Verkaufspreis zu decken – was gar nicht so einfach ist.

Die Versuche verlaufen dann häufig – in unterschiedlichen Ausprägungen – so:

  • Es wird auf Hofvermarktung gesetzt. Was an sich eine gute Sache ist, aber im größeren Kontext die Vermarktungsmöglichkeit stark einschränkt.
  • Die Produkte werden zu Preisen angeboten, die kaum die Kosten decken. Oftmals erzielen die Produzenten ihr eigentliches Einkommen aus anderen Tätigkeiten und die Tierhaltung ist ein „Hobby“.
  • Um Kosten zu sparen, werden Abstriche bei der Verarbeitungsqualität und beim Tierwohl gemacht. Das Tierwohl ist dann zwar immer noch wesentlich höher als bei anderen Haltungsformen, aber eben nicht mehr so, wie es anfangs gedacht war.
  • Die Halter sind völlig überlastet. Tierhaltung ist ein Fulltime-Job, und wenn ein Tier Pflege braucht, kann man das nicht auf den nächsten Tag verschieben. Wer dann noch regelmäßig auf Märkte geht oder selbst an Restaurants ausliefert usw., ist irgendwann mit den Kräften am Ende.

Daraus resultiert häufig Frustration, nach dem Motto: „Ich halte meine Tiere so gut, meine Produkte sind so gut, und alle finden es toll. Aber keiner bezahlt mir auch nur annähernd einen fairen Preis für die Arbeit.“